
Mit dem „Zukunftsprozess Hochschwarzwald“ will die Hochschwarzwald Tourismus GmbH die Region langfristig als lebenswerten und wirtschaftlich tragfähigen Lebensraum weiterentwickeln. Ziel ist es, nicht nur den Tourismus zu stärken, sondern gemeinsam mit den Menschen vor Ort Perspektiven für mehr Lebensqualität und regionale Wertschöpfung zu schaffen. Noch bis Freitag, 27. März 2026, können Bürger ihre Ideen und Visionen einbringen.
Unter dem Leitgedanken „Überlass die Zukunft des Hochschwarzwalds nicht … dem Zufall“ sind alle Einwohner der 21 Mitgliedskommunen aufgerufen, sich aktiv zu beteiligen. Möglich ist dies über eine Online-Umfrage sowie eine digitale Ideenkarte. Die Beiträge fließen unmittelbar in die Erarbeitung einer neuen Zukunftsstrategie ein und sollen Grundlage für konkrete Projekte und langfristige Entwicklungen sein.
Die Hochschwarzwald Tourismus GmbH arbeitet in dem Prozess mit der Agentur nonconform ideenwerkstatt GmbH zusammen. Ein zentrales Ziel ist es, in jeder Gemeinde mindestens ein Impulsprojekt zu entwickeln. Dabei können bestehende Ideen aufgegriffen und weiterentwickelt werden. Im Mittelpunkt stehen die Stärken und Besonderheiten der einzelnen Orte ebenso wie gemeinsame Herausforderungen.
Den Auftakt bildete Ende November 2025 ein digitales Brainstorming mit Vertretern aller Kommunen. Anfang Februar folgte in Hinterzarten eine Zukunftswerkstatt der Regionen. Dort erhielten die Prozessbegleiter einen vertieften Einblick in die Besonderheiten der Teilregionen. In einer Vorstellungsrunde unter dem Motto „Ich bin einzigARTIG, weil …“ wurde die Vielfalt der Landschaften, Ortsbilder und Identitäten deutlich. Gerade diese Unterschiedlichkeit gilt als zentrale Stärke der Region.
In den Arbeitsphasen wurden zentrale Themen benannt, darunter die Umnutzung leerstehender Gebäude, die Stärkung von Ortskernen, die Verbesserung von Mobilität und Infrastruktur sowie der Wunsch nach ganzjährigen, qualitativ hochwertigen Angeboten. Statt neue Großprojekte zu schaffen, soll vorhandene Infrastruktur reaktiviert und weiterentwickelt werden. Attraktive Verbindungen, insbesondere im Bereich Mobilität, gelten als entscheidend für die Zukunftsfähigkeit.
HTG-Geschäftsführer Patrick Schreib betont, dass Tourismus eine Gemeinschaftsleistung sei. Wo es keine Lebensqualität gebe, könne auch keine nachhaltige touristische Wertschöpfung entstehen. Der Prozess zielt daher auf ein gemeinsames Verständnis: Jede Gemeinde behält ihr eigenes Profil, zugleich soll die Region als Ganzes erlebbar bleiben.
Bis April 2026 soll ein belastbares Zukunftsbild mit konkreten Umsetzungsimpulsen vorliegen. Weitere Informationen sind unter zukunftsprozess-hochschwarzwald.de abrufbar.
