Fünf Gemeinden am Kaiserstuhl setzen ein Zeichen für den Klimaschutz: Breisach, Vogtsburg, Ihringen, Bötzingen und Eichstetten sind die ersten Kommunen in Baden-Württemberg, die gemeinsam kommunale Klimaanpassungskonzepte erstellen. Die Auftaktveranstaltung fand in Vogtsburg statt.
Hintergrund ist die Novelle des Klimagesetzes, die im Sommer 2025 in Kraft trat. Sie verpflichtet alle Kommunen in Deutschland zur Erstellung von Klimaanpassungskonzepten. In Baden-Württemberg übernehmen die Landkreise diese Aufgabe für ihre kreisangehörigen Gemeinden. Um Synergien zu nutzen, haben sich die fünf Gemeinden am Kaiserstuhl zusammengeschlossen.
Die Federführung liegt bei der Klimareferentin des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald, Sabine Barden. Die Erstellung der Konzepte wird von der Freiburger Initiative Klima Plus sowie der alpS GmbH, einem Ingenieurbüro für Klimawandelmanagement, fachlich begleitet. „Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald war bereits Vorreiter bei der Erstellung eines kreisweiten Klimaanpassungskonzeptes und geht nun als erster in die zweite, vorgeschriebene Stufe über“, erklärte Stefanie Lorenz von Klima Plus.
Im Rahmen der Initiative sollen gemeinsam mit Vertretern der fünf Kommunen spezifische Maßnahmen entwickelt werden, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. Bürgermeister Benjamin Bohn aus Vogtsburg betonte die Notwendigkeit, Lösungen für den Weinbau zu finden, da die Gefahr von Starkregen zunimmt.
Im Laufe des Jahres sind Workshops mit relevanten Akteuren geplant, darunter Vertreter aus dem Bevölkerungsschutz sowie der Wasserwirtschaft, um die spezifischen Betroffenheiten der fünf Gemeinden zu analysieren und maßgeschneiderte Maßnahmenkataloge zu erarbeiten.
Die Region Kaiserstuhl gehört zu den wärmsten Gebieten Deutschlands, und die Auswirkungen des Klimawandels sind bereits deutlich spürbar. Die Zahl der heißen Tage steigt, Wasserquellen versiegen, und Winzer sind zunehmend auf Bewässerung angewiesen. Gleichzeitig wächst die Gefahr von Starkregen, was in anderen Ländern bereits zu erheblichen Schäden geführt hat.
Quelle: Pressemitteilung der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
