Judith Wörner: Ein Abschied von der Stadtgeschichte Neuenburgs

Nach mehr als 30 Jahren als Stadt- und Museumsführerin in Neuenburg am Rhein wurde Judith Wörner nun offiziell verabschiedet. Bei einer kleinen Feierstunde dankten Simone Kern, die Leiterin des Museums für Stadtgeschichte, und Stadtarchivarin Sabine Haberstroh Wörner für ihr beeindruckendes Engagement und die zahlreichen Führungen, die sie sowohl Einheimischen als auch Besuchern der Stadt angeboten hat.

Judith Wörner, die sich nicht mehr genau an den Beginn ihrer Führungen erinnern kann, hat in den letzten drei Jahrzehnten unzählige Menschen mit der spannenden Geschichte Neuenburgs vertraut gemacht. Ihre Leidenschaft für die Stadtgeschichte wurde durch ihren verstorbenen Mann, Hans Jakob Wörner, einen Kunsthistoriker, geweckt, der sie mit dem damaligen Stadthistoriker Winfried Studer in Kontakt brachte.

„Ich habe nie bereut, hierhergezogen zu sein“, sagt Wörner, die ursprünglich aus Freiburg stammt. Besonders am Herzen liegen ihr die nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaute Maria-Himmelfahrts-Kirche sowie die Heilig-Kreuz-Kapelle, die sie als das „Schatzkästlein Neuenburgs“ bezeichnet.

In ihren über dreißig Jahren als Stadtführerin hat Wörner viele bewegende Erlebnisse gesammelt. Eine Anekdote erzählt sie von einer polnischen Lastwagenfahrerin, die regelmäßig Museen in größeren Städten besuchte. Ein weiteres unvergessliches Erlebnis war die Begegnung mit einem jungen Amerikaner, der während einer Führung die Wurzeln seiner Familie entdeckte, die im 19. Jahrhundert von Neuenburg in die USA ausgewandert war.

Wörners letzte Führung fand im September 2025 statt, als sie eine Familie aus Grißheim durch das Museum führte. Auch im Ruhestand wird es der engagierten Rentnerin nicht an Beschäftigung mangeln. Neben der Familie mit drei Kindern und elf Enkeln widmet sie sich ihrem Garten und engagiert sich ehrenamtlich als Vorleserin von Märchen im Seniorenzentrum Edith-Stein-Haus.

Für weitere Informationen stehen Sabine Haberstroh und Simone Kern zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Neuenburg am Rhein

Download als PDF

Nach oben scrollen