Mit einem breit angelegten Beteiligungsprozess will die Hochschwarzwald Tourismus GmbH die Region strategisch weiterentwickeln. Ziel des Projekts „Zukunftsprozess Hochschwarzwald“ ist es, die Region nicht nur als Tourismusdestination, sondern ganzheitlich als lebenswerten und wirtschaftlich tragfähigen Lebensraum für Einheimische und Gäste zu stärken. Das teilte die HTG am Mittwoch, 18. Februar 2026, in Hinterzarten mit.
Unter dem Leitgedanken „Überlass die Zukunft des Hochschwarzwalds nicht …irgendwem/ …dem Zufall/ …der KI!“ sind die Menschen in den 21 Mitgliedskommunen aufgerufen, sich aktiv einzubringen. Noch bis Freitag, 27. März, können Bürger ihre Ideen und Visionen für die Zukunft der Region online einreichen. Möglich ist dies über eine kurze Umfrage sowie eine digitale Ideenkarte. Die Rückmeldungen fließen direkt in die Entwicklung der neuen Zukunftsstrategie ein.
Gemeinsam mit der Agentur nonconform ideenwerkstatt GmbH begleitet die HTG den Prozess. Im Mittelpunkt stehen die Perspektiven der Menschen vor Ort. Ziel ist es unter anderem, die regionale Wertschöpfung zu steigern, die Besonderheiten der einzelnen Gemeinden sichtbarer zu machen und konkrete Umsetzungsprojekte anzustoßen. Jede Kommune soll mindestens ein Impulsprojekt entwickeln. Auch bereits bestehende Konzepte können weitergedacht und integriert werden.
HTG-Geschäftsführer Patrick Schreib betont die Bedeutung der gemeinsamen Verantwortung. „Tourismus ist eine Gemeinschaftsleistung“, erklärt er. Lebensqualität sei die Grundlage für touristische Wertschöpfung. Wo es keine Lebensqualität gebe, könne auch kein nachhaltiger Tourismus entstehen.
Der Zukunftsprozess hatte Ende November 2025 mit einem digitalen „Zukunfts-Espresso“ begonnen, an dem Vertreter aller Mitgliedskommunen teilnahmen. Anfang Februar folgte in Hinterzarten eine Zukunftswerkstatt, bei der regionale Besonderheiten, Stärken und Herausforderungen vertieft analysiert wurden. Dabei zeigte sich die große Vielfalt der Landschaften und Gemeindestrukturen ebenso wie die starke emotionale Verbundenheit der Akteure mit ihrer Region.
In Arbeitsphasen identifizierten die Regionalleitungen zentrale Themen und Projektideen. Als übergreifende Herausforderungen wurden unter anderem die Umnutzung leerstehender Gebäude, die Verbesserung von Mobilität und Infrastruktur, die Stärkung der Ortskerne sowie der Wunsch nach ganzjährigen, qualitativ hochwertigen Angeboten benannt. Ein zentrales Ziel ist es, bestehende Infrastruktur zu reaktivieren und weiterzuentwickeln, statt neue Großprojekte zu schaffen. Attraktive Verbindungen, insbesondere im Bereich Mobilität, gelten als entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der Region.
Zugleich soll ein gemeinsames Verständnis gestärkt werden, das die Region als Ganzes erlebbar macht und dennoch die individuellen Profile der einzelnen Gemeinden bewahrt. Jede Kommune soll Klarheit über ihre eigenen Qualitäten, Potenziale und Herausforderungen gewinnen – sowohl aus Sicht der Einheimischen als auch der Gäste.
Der Prozess ist als intensiver und kooperativer Entwicklungsweg angelegt und soll bis April 2026 in ein belastbares Zukunftsbild mit konkreten Umsetzungsimpulsen münden. Weitere Informationen sind unter zukunftsprozess-hochschwarzwald.de abrufbar.
