Kran stürzt im Breisacher Rheinhafen in den Rhein – zwei Arbeiter leicht verletzt

Foto: Bastian Kroll

Bei einem Betriebsunfall im Rheinhafen in Breisach am Rhein sind am heutigen Mittwochvormittag, 8. April 2026, zwei Mitarbeiter einer Spezialfirma leicht verletzt worden. Der Unfall ereignete sich während des Abbaus eines alten Verladekrans.

Gegen 10 Uhr waren die Arbeiter nach Angaben der Polizei in einem Hubsteiger mit Demontagearbeiten an dem Kran beschäftigt. Aus bislang ungeklärter Ursache geriet der Verladekran ins Wanken und stürzte in den Rhein. Dabei riss er den Hubsteiger mit, der auf dem Festland umkippte.

Da der Arbeitskorb zu diesem Zeitpunkt ausgefahren war, wurde er in das Hafenbecken und unter die Wasseroberfläche gedrückt. Die beiden im Korb gesicherten Männer wurden unter Wasser gezogen, konnten sich jedoch eigenständig aus ihren Sicherungen befreien. Einer der Verunglückten brachte sich selbstständig an Land, sein Kollege wurde von einem aufmerksamen Zeugen aus dem Rhein gerettet.

Beide Arbeiter wurden mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Ein zur Sicherung des alten Verladekrans aufgestellter Autokran geriet bei dem Vorfall ebenfalls in Schräglage, stürzte jedoch nicht in das Hafenbecken.

Die Freiwillige Feuerwehr Breisach errichtete vorsorglich eine Ölsperre rund um die Unfallstelle, um eine Gefährdung der Umwelt auszuschließen. Eine Gefahr für die Bevölkerung oder das Ökosystem besteht nach aktuellem Kenntnisstand jedoch nicht. Betriebsstoffe seien nicht in den Rhein ausgetreten.

Die Bergung des im Wasser liegenden Krans wurde bereits eingeleitet und dürfte noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Der Schiffsverkehr kann die Unfallstelle weiterhin passieren. Die Wasserschutzpolizei Vogelgrun hat den betroffenen Bereich mit Warnzeichen gesichert.

Die Ermittlungen zur Unfallursache und zur Höhe des entstandenen Sachschadens dauern an.

Download als PDF

Nach oben scrollen